Samaritan International Umfrage junger Freiwilliger
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Samaritan International veröffentlicht im Rahmen seiner SPIRIT-Initiative den Bericht zur Umfrage unter jungen Freiwilligen (Youth Volunteer Survey Report) mit Ergebnissen von 105 jungen Ehrenamtlichen aus der Ersten Hilfe aus ganz Europa.
Die Umfrage wurde im Rahmen der „Social Preparedness and Resilience Initiative (SPIRIT)“ durchgeführt, einer von der Europäischen Kommission kofinanzierten Initiative, die das Ziel verfolgt, die gesellschaftliche Resilienz durch eine stärkere Verknüpfung von sozialen Diensten und Katastrophenschutz zu erhöhen. Befragt wurden 105 junge Freiwillige im Alter von 12 bis 21 Jahren aus 12 europäischen Ländern, die alle am internationalen SAMARITAN Youth Contest, dem Erste-Hilfe-Wettbewerb des Netzwerks, teilnahmen.
Was die jungen Freiwilligen sagen
- Engagement wird weitergegeben. 70 % der Befragten geben an, dass auch ihr Freundeskreis ehrenamtlich aktiv ist, und 97 % wollen sich auch künftig engagieren.
- Die Motivation ist sozial. Anderen zu helfen (82 %) rangiert deutlich vor beruflichen Vorteilen wie der Aufwertung des Lebenslaufs (36 %). 96 % haben das Gefühl, etwas Sinnvolles für ihre Gemeinschaft zu tun.
- Im sozialen Bereich liegt ungenutztes Potenzial. 86 % der Befragten, die sich bislang nicht in sozialen Diensten engagieren, könnten sich dies vorstellen.
- Ehrenamt vermittelt Kompetenzen fürs Leben. 72 % geben an, in hohem Maße Kompetenzen erworben zu haben, die für Schule oder Beruf relevant sind, und 62 % berichten vom Erwerb sozialer und gesellschaftlicher Kompetenzen.
- Es stärkt Gemeinschaft und Resilienz. 70 % haben durch ihr Engagement Menschen anderer Altersgruppen kennengelernt, 34 % Menschen mit anderem sozialem Hintergrund und 30 % Menschen aus anderen Kulturen. Alle Befragten (100 %) fühlen sich in Notfällen zumindest etwas sicherer, und 97 % stimmen zu, dass freiwilliges Engagement den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt.
Was das für die Politik bedeutet
Die Ergebnisse führen zu einem klaren Schluss: Strukturiertes freiwilliges Engagement ist ein wirkungsvolles Mittel zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz, doch um sein Potenzial auszuschöpfen, braucht es Anerkennung und eine strategischere Unterstützung. Der Bericht fordert eine EU-Strategie für strukturiertes freiwilliges Engagement, die fortgesetzte Finanzierung von Einstiegsmöglichkeiten wie dem Europäischen Solidaritätskorps, eine stärkere Anerkennung der sozialen und gesellschaftlichen Kompetenzen, die Freiwillige erwerben, sowie die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Organisationen als gleichberechtigte Partner bei Resilienzbemühungen auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene.
Die befragte Gruppe bestand aus jungen Freiwilligen, die in der Ersten Hilfe aktiv sind; die Ergebnisse sind daher in diesem Kontext zu betrachten. Dennoch liefern sie wertvolle Erkenntnisse darüber, was die nächste Generation von Freiwilligen motiviert.
Die Ergebnisse der Umfrage fließen in die weitere Arbeit im Rahmen der „Social Preparedness and Resilience Initiative (SPIRIT)“ ein.
