Projekt INDRIX hält Abschlusskonferenz in Brüssel

Publiziert am von Paul Wardenga

IMGP3554Das Projekt Inclusive Disaster Resilience Index (INDRIX) hielt am 14. Februar seine Abschlussveranstaltung. Das Konsortium und Vertreter weiterer Organisationen trafen sich in Brüssel um die Projektresultate zusammenfassend zu präsentieren und Empfehlungen für Folgeschritte zu machen.

Über die Dauer der zweijährigen Arbeitszeit erarbeitete das EU-kofinanzierte Projekt INDRIX einen Index sozialer Resilienz. Ein besonderes Augenmerk galt den Bedürfnissen besonders verwundbarer Gruppen im Katastrophenfall – wie beispielsweise ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung. Insbesondere unter diesem Aspekt wurde das Projekt von den italienischen Organisationen FISH und Auser unterstützt.

Der Index wurde vor allem im Hinblick auf die Resilienz von Gemeinden ausgerichtet. Hierbei wurden zuerst verfügbare statistische Daten ausgewertet, die für standardisierte regionale Einheiten („NUTS2“) verfügbar waren. Im Projekt stellten sich diese Daten als nicht hinreichend heraus und zudem als zu unfokussiert: Die Verfügbarkeit relevanter Daten auf dem nächstgenaueren Niveau „NUTS3“ ist nocheinmal geringer. So wurde ein zweiter Teil des Index entwickelt, der auf eigens erhobenen Umfragedaten basiert und viele der Lücken füllen konnte. Die resultierenden Daten wurden dann mit der s.g. „Indrix Resilience Map“ grafisch aufbereitet. Es handelt sich hierbei um eine Software, die eine grafische Oberfläche anbietet, mit der die Menge an Daten, die INDRIX zusammengetragen hat, anschaulich darstellbar ist.

IMGP3546Die Dimensionen von Resilienz, die während der Indexentwicklung herausgearbeitet wurden, führten zudem zu einem weiteren Fragebogen der auf Zivilschutzprojekte zielt. Mit diesem können Projektkoordinatoren oder Antragsteller ihre Projekte oder Projektkonzepte daraufhin prüfen, welche Aspekte von Resilienz gut, und welche weniger gut, abgedeckt werden. Dies kann sowohl in der Projektentwicklung als auch in der Evaluation wertvoll sein – insbesondere, wenn man es mit den regionalen Daten zu Schwachpunkten in der Resilienz kombiniert.

Als Ergebnis des Projektes präsentierte das Konsortium außerdem mehrere Empfehlungen und mögliche Folgeaktivitäten. Diese beinhalteten unter anderem den Bedarf an besseren statistischen Daten – denn nur diese können einen flächendeckenden Vergleich der Resilienz in ganz Europa ermöglichen. Insbesondere Daten zu Menschen mit Behinderung fehlten für den Katastrophenfall.

Die Koordination des Projektes wurde durch die Universität Rom Tor Vergata durchgeführt. Beiträge aus dem Bereich Zivilschutz und Soziale Dienste lieferten die SAM.I.-Organisationen ANPAS, WK und LSA, sowie das SAM.I. GS. Das Hamburger Softwareunternehmen Ubilabs entwickelte die Datenvisualisierungsoberfläche „Indrix Resilience Map“.

Mehr Informationen sind auf der Projektwebseite verfügbar.

IMGP3596

Drucken | Nach oben